Fanny und Fly haben Ihr eigenes Jagdrevier

Seit heute (01.04.2021) hat unser Frauchen ein Gemeinschaftsjagdrevier als Jagdpächterin zu bewirtschaften. Das Niederwildrevier liegt im Norden des Landkreises Freising ist ca. 429 ha groß. Der Waldanteil besteht aus ca. 60% Wiesen-/Ackerflächen mit 40% Waldanteil auch Wasser ist vorhanden zwei Bäche durchziehen das Revier und einige Fischweiher sind vorhanden. Ein ganz besonderen Dank, an alle welche mich bei der Bewerbung unterstützt haben.

Jagdgenossenschaft Grünberg

Seit meiner Prüfung im Frühjahr 2018 bin ich als Jägerin und seit Oktober 2018 als Falknerin vollzeit tätig. Im Durchschnitt, wenn ich mein Jagdtagebuch öffne, komme ich auf 5 Tage die Woche, wo ich bei meinen unterschiedlichsten Jagdherren im Einsatz war.

Meinen Jagdherren werde ich für diese Zeiten, Erlebnisse und Erfahrungen für immer dankbar sein. Als „junge“ Jägerin durfte ich nicht nur jagen oder beizen mit meinem Falken „Bubi“, sondern vieles lernen, auch selbst ausprobieren, Ideen einbringen und mit unseren Jagdhunden arbeiten.

Ich war und bin für viele die „Jagdmagd“ und werde es für viele auch weiterhin bleiben – Ihr dürft immer auf meine Unterstützung zählen so wie ich Eure erhalten habe. Alle Arbeiten von A-Z durfte ich in den Revieren und für die Reviere ausführen:

A – wie unzählige Tage und Nächte schöne Anblicke geniessen
B – wie Bauen von Reviereinrichtungen, Kanzeln, Hochsitze, Fütterungen für Schalenwild und Federwild
C – wie Couren eine Ansitzjagd auf Hasen ausüben

über

K – wie Kirrungen für Schwarzwild bestücken
L – wie Lockjagd auf Rehwild, Schwarzwild, Fuchs, Krähen ausüben
M – wie Mitfahren auf flüchtiges Wild im geeigneten Moment den Schuß anzutragen (z.B. bei Erntejagden)

bis hin zu

V – wie Vergrämen vom Tauben und Krähen
W – für Wildwechsel erkunden

und zu guter letzt:

Z – Zerlegen und Zerwirken des Wildes.


Meine Jagdherren zeigten immer Größe und keine Frage lies Sie verstummen. Tradition und vorallem Waidgerechtigkeit waren und sind immer das oberste Leitziel.

Ich möchte mich hiermit, nochmals bei allen Jagdherren und Jägern bedanken, welche mich in dieser sehr schönen Zeit betreut und unterstützt haben.

Ein großer Dank auch an einen meiner ersten Jagdherren D.N., der sich Anfangs in noch so kleinen Kanzeln auf dem Drei- oder Einbein im hintersten Eck ausgehaart hat und mir die Pirschjagd von der Picke auf Rehwild und Wildschweine beigebracht hat.

Ein Leitspruch, welcher mir heute und für immer in den Ohren klingeln wird:


„Du musst wie unser Wild denken, fühlen und handeln –
erst dann verstehst Du es und kannst unserem Wild einen Schritt voraus bei der Jagd und Hege sein!“